Frauen (und natürlich auch Männer), die als Kinder missbraucht wurden, erleben zumeist die Liebe als Bedrohung. Die Tat vergiftet schleichend ihr Leben - und häufig auch das ihrer Partner. Viele Missbrauchte verdrängen das Entsetzliche und spalten dabei einen Teil ihres Bewusstseins ab. Ihr Misstrauen richtet sich gegen alle Männer (weil es sich bei den Tätern in den allermeisten Fällen um solche handelt) bzw. potentiellen Verletzter.
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Missbrauch hat immer eine unheimliche Macht.
Sie geht so weit, dass die Opfer wieder in die Kindrolle flüchten, die ihnen von den Tätern genommen wurde. Und das "Diktat der Untat" kann stets die ganze Familie in Geiselhaft nehmen.
Sexueller Missbrauch, besonders in der Kindheit, führt immer zu kindlichen Entwicklungsstörungen. Gravierende Symptome bis hin zur Entwicklung einer Multiplen Persönlichkeit werden gefunden. Sehr häufig liegen an der Oberfläche des Erlebens und Verhaltens unklare Ängste, Depressionen, Selbstwertstörungen oder Selbstbeschädigung, unklare psychosomatische Symptome und Störungen des sexuellen Verhaltens bis hin zur emotionalen Bindungsunfähigkeit.
Die Hypnotherapie ermöglicht die Zusammenarbeit mit dem Unbewussten, die es oft erst möglich macht, die massiven Verdrängungen und die oft sogar totale Amnesie für das Geschehen zu durchbrechen oder aufzulösen.
Wird die Traumatisierung verdrängt, handelt es sich in der Regel in über 90% der Fälle um sexuelle Gewalterfahrung in der Familie durch Väter, Großväter, Brüder, Onkel usw. Die Aufdeckung des Missbrauchs kann nicht selten gerade durch die Aufdeckung und den dabei entstehenden Bruch des "Schweigegebotes", das der Täter gewöhnlich erlässt, zu einer akuten Krise führen - gleich ob die Erkenntnis des Verdrängten spontan oder in der Therapie erfolgt.
Hypnotherapie verhindert derartige Sekundärschäden und führt zu einer rasch heilenden Bearbeitung des ursächlichen Traumas.
Literaturhinweis: Laura Davis "Verbündete" (Ein Handbuch für Partnerinnen und Partner sexuell missbrauchter Frauen und Männer) - Orlanda Frauenverlag, Berlin Aktueller Linkhinweis: Der lange Weg ins Licht
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